

21.09.2010
Mark(e) der Vielfalt - Fachkonferenz zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Brandenburg, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH)
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19.11.2010
Expertenworkshop zum Beitrag des Ecosystem Service-Ansatzes zur Raum- und Landschaftsplanung, Göttingen
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Das Projekt wird gefördert vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.
Das Jahr 2010 wird für den Schutz der biologischen Vielfalt ein entscheidendes Jahr werden. Gegen Ende des Internationalen Jahres der Biodiversität und auf der 10. Biodiversitätskonferenz in Nagoya wird die Zeit reif sein Bilanz zu ziehen, inwieweit die Übereinkommen und Versprechungen der Staatengemeinschaft in die Tat umgesetzt werden konnten. Unterschiedliche Gremien verabschiedeten in der Vergangenheit Ziele zum Schutz der Biodiversität, die bis zum Jahr 2010 implementiert werden sollten. Die Resultate der einzelnen Verhandlungen werden in Nagoya zusammengeführt. Als wichtigstes, globales politisches Instrument hatten die CBD-Vertragsstaaten mit der Biodiversitätskonvention nicht nur die Möglichkeit, die Biodiversitätsziele mit dem größtmöglichen Einsatz und Tempo umzusetzen, sondern auch die Verantwortung dafür.
Dass der Schutz der biologischen Vielfalt mit der COP10 nicht abgeschlossen sein wird, sondern danach mit mindestens den gleichen Bemühungen weitergeführt werden muss, steht außer Frage. Aber was kommt dann, und wie werden die neuen Ziele abgesteckt? Verhandlungen in der jüngsten Vergangenheit haben gezeigt, dass ein Umdenken stattfinden muss, das den Schutz von ganzen Ökosystemen vor den Schutz einzelner Arten stellt. Zudem ist es notwendig, den Daten- und Kommunikationsaustausch zu verbessern. Die Frage der Projektfinanzierung wird mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Ein wichtiger Schritt zur Vereinfachung künftiger Verhandlungen wäre die Ratifizierung der CBD durch die USA unter der neuen Obama Regierung. Eines ist bereits heute sicher: Die COP10 wird sich als Diskussionsforum mit kritischen und wegweisenden Entscheidungen auseinandersetzen müssen. Sie muss ihre Existenzberechtigung unter Beweis stellen, damit sie nicht als Biodiversitätskonvention ihre Glaubwürdigkeit verliert und neben der Klimakonvention nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.
Die großen Fragen: Inwieweit kann die CBD als ein Erfolg bewertet werden oder ist die CBD zum Scheitern verurteilt? können zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden, aber ein Diagramm versucht mögliche Effekte eines Scheiterns der Konvention aufzuzeigen.

Das Diagramm zeigt, dass potentielle Effekte eines Scheiterns der CBD ebenfalls gravierende Auswirkungen auf die in 2000 festgeschriebenen Milleniumsziele für das Jahr 2015 haben würden. So könnten der Rückgang der Ernten und Zunahme des Kampfes um Ressourcen das Ziel 1, die Beseitigung von extremer Armut und Hunger verhindern. Ein erhöhtes Krankheitsrisiko stünde Ziel 6, der Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten, im Weg und der Rückgang der natürlichen Barrieren gegen Naturkatastrophen und Verlust von genetischen Ressourcen dem Ziel 7, der Ökologischen Nachhaltigkeit. Ein solches Szenario können wir uns nicht leisten, denn sollte die CBD versagen, hätte dies Folgen für uns alle, in jedem Land der Erde. Dass die Konvention nicht in vollem Umfang erreicht werden kann, steht bereits heute fest. Jedoch sind in den Bemühungen die Biodiversitätsziele zu erreichen auch Fortschritte zu verzeichnen, und noch haben wir einige Monate Gelegenheit, mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln an den offenen Fragen zu arbeiten und strittige Punkte zu verhandeln.